21 füttern / gefüttert werden

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Ich schalte den Herd aus, trage den Topf ins Wohnzimmer zum Tisch. Ich setze mich auf den Stuhl, fülle meinen Teller. Es ist still. Ich schalte den Fernseher an um Gesellschaft zu haben. Gestern haben wir per Videocall gemeinsam gegessen. Heute ertrage ich diese Nähe aus der Ferne nicht. Irgendeine Serie rieselt über den Bildschirm. Ich esse Gabel für Gabel und schmecke kaum was ich kaue. In Gedanken bin ich weit weg.

In Gedanken bin ich an einem Ort, wo wir gemeinam gekocht haben. Wo ich dich umarmen konnte während du Gemüse geschnitten hast. Wo ich dir den Löffel mit Sauce zum probieren hinhalten konnte. Meine Gedanken sind an einem Ort, wo wir nicht auf Stühlen am Tisch essen, sondern eng aneinandergeschmiegt auf dem Sofa. Wo ich keinen eigenen Teller habe, sondern du eine doppelte Portion. Wo ich keine Gabel benutze, sondern auf deine Aufmerksamkeit angewiesen bin um satt zu werden.

In Gedanken bin ich weit weg. Da wo du mich von Hand fütterst und mir nah bist. Ich knie zu deinen Füssen. Mein Kopf in deinem Schoss, deine Finger in meinem Mund. Mein Lieblingsplatz.

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Die CNs für diese Geschichte:

du-Form, Essen, knien, von Hand füttern/gefüttert werden, melancholisch

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