9 Langzeitspiel


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They hatte kein Gefühl dafür, wie viel Zeit vergangen war. Schon lange hatte they aufgehört, sich zu bewegen, um zu spüren dass die Fesseln noch da waren. Sich einfach nicht zu bewegen war Teil von their Welt geworden. They lauschte nicht mehr nach dumpfen Geräuschen — die Maske war an den Ohren dicht. Und auch their Augen waren jetzt einfach entspannt geschlossen — denn auch Licht drang keines durch die Maske.

Hin und wieder floss Nährlösung durch den Schlauch in their Mund. Nie so, dass they sich daran verschlucken konnte. Und they hatte nach einigen Stunden aufgehört, mitzuzählen um ein Zeitgefühl zu behalten.

Das einzige, was die schwebende Leichtigkeit des reinen Existierens gelegentlich unterbrach, waren die Berührungen. Manchmal war am Kopf, wo die Haare freilagen, eine Hand zu spüren, die einfach nur sanft über die Haare strich. Beruhigend, zärtlich, lobend. Manchmal war es ein ganzer Körper, der sich der Länge nach anschmiegte und eine Weile einfach nur da war und hielt. Manchmal war es ein Kuss auf die Hand, langsam und leicht, aber durch den Entzug der anderen Sinne von einer ergreifender Bedeutung, die noch lange nachhallte, als die Berührung selbst schon wieder aufgehört hatte.

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Die CNs für diese Geschichte:

Sinnesentzug, Fesseln, Maske (Augen & Ohren zu), Schlauchfütterung (in den Mund, nicht direkt in den Magen)

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