22 Omorashi


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Die kleine Bühne des BDSM-Clubs ist heute für alle geöffnet. Quasi Open Mic, bloss mit Kink statt mit Musik oder Poesie. Ich mag diese Abende speziell gern. Professionelle Shows sind zwar auch interessant, aber es hat einfach einen ganz eigenen Charme, Leuten zuzusehen, die keine grosse Bühnenerfahrung haben. Und mir gefällt die bunt gewürfelte Zusammenstellung der einzelnen Darbietungen – auch das ist völlig anders, als wenn jemand den Ablauf des Abends vorher durchgeplant hat.

Klar, vermutlich wird trotzdem darauf geachtet, nicht drei Spanking-Programme hintereinander zu zeigen. Aber jetzt hatten wir gerade ein spannendes Fire Play, dann eine lustige Mitmach-Nummer mit einer Person im Hunde-Outfit, und danach wurde jemand ein bisschen gefesselt und mit einem Vibrator zum Orgasmus gebracht. Überhaupt habe ich den Eindruck, vielen geht es in erster Linie um ein Zur Schau Stellen, weniger darum, ein Publikum zu unterhalten. Für mich ein weiterer Pluspunkt!

Jetzt wird gerade das Andreaskreuz in den Hintergrund der Bühne getragen, an dem die vorherige Person gefesselt war. An seine Stelle kommt ein ganz unscheinbarer Stuhl. Und dann wird eine Plane drunter ausgebreitet. Ah ja!
Ich habe spontan zwei Vermutungen, was das werden könnte. Ich setze mich in meinem Sessel bequemer zurecht, nippe an meiner Cola und bin gespannt.

Zwei Personen betreten die Bühne. Die eine trägt eine sehr enge Stoffhose und irgendwie kommen mir ihre Bewegungen ein bisschen verkrampf vor. Sie hat ein Smartphone in der Hand und legt es neben den Stuhl. Die andere Person trägt ein Latexkleid und hat ein kleines Paddel in der Hand. Sie setzt sich breitbeinig auf den Stuhl und mir fällt auf, dass die Sitzfläche ziemlich niedrig ist. Perfekt für.. richtig, die andere Person geht auf die Knie und legt ihren Oberkörper über den einen Oberschenkel der sitzenden Person. Die Höhe passt perfekt, und der Po zeigt in Richtung des Publikums.

Die beiden reden kurz miteinander, von meinem Sitzplatz aus kann ich nicht verstehen was sie sagen, dann wirkt es, als würden sie sich in Position begeben. Die liegende Person braucht sehr lange mit herumrutschen, sich kurz abstützen, und sich dann doch wieder hängen lassen, bis sie endlich stillhält. Die Person mit dem Paddel wartet geduldig, und als offenbar eine gute Position gefunden ist, tippt auf das am Boden liegende Handy.

Danach fängt sie ohne weitere Umschweife an, mit dem Paddel auf den Po zu hauen. Es dauert einige Schläge, bis die Schmerzgeräusche der gehauen werdenden Person laut genug sind, dass ich sie hören kann. Aber viel interessanter finde ich ihre Bewegungen – oder eher Verrenkungen. Ihre Körperspannung folgt gar nicht unbedingt dem Rhythmus der Schläge. Sie kneift die Beine zusammen, verdreht sogar die Füsse ineinander. Sie stützt sich am Boden ab, um den Bauch zu entlasten, und versucht gleichzeitig den Schlägen auszuweichen. Sie dreht sich zur Seite. Es ist fast schon eine Choreographie.

Und dann endlich wird meine Vermutung bestätigt: Auf der hellgrauen Hose breitet sich im Schritt ein dunkler Fleck aus. Die Geräusche werden lauter, das Zappeln wird kurz stärker, ich sitze nah genug dran um es sogar ein bisschen spritzen zu sehen! Und dann läuft und läuft und läuft es.. die Beine hinab, über den Latexrock, auf die Plane am Boden.

Die sitzende Person macht mit dem Spanking unbeirrt weiter, ich habe nur gesehen, dass sie aufs Handy geschaut hat. Sie schlägt weiter bis nichts mehr kommt, bis die Person über ihrem Schoss schlaff daliegt und sich nur noch im Takt der Schläge anspannt. Dann legt sie das Paddel zur Seite. Sie hilft der anderen Person auf, lässt sie auf der nassen Plane knien und umarmt sie. Sie scheinen sich fast ineinander zu verkriechen, so eng ist die Umarmung. Und ich sehe an den rhythmisch zitternden Bewegungen, dass die eingenässte Person weint.

Auch dafür mag ich diese Darbietungen. Dieses entwaffnend ehrliche, entblösste Miteinander mitbekommen zu können. Die Nachsorge am Ende der Session. Klar, der grösste Teil davon wird abseits der Bühne stattfinden, wenn die beiden wieder unter sich sind. Aber ein bisschen haben sie uns am Auffangen nach dem Höhepunkt teilhaben lassen.
Als die beiden auf der Bühne aufstehen, tue ich es ihnen nach und klatsche im Stehen. Es dauert einen kurzen Moment, dann fallen andere mit ein. Die beiden auf der Bühne stutzen, sehen sich an, und verbeugen sich dann. Ich meine, ein verweintes, stolzes Lächeln gesehen zu haben und freue mich, dass ich etwas zurückgeben konnte. Dann verlassen sie die Bühne. Ich setze mich wieder und ich bin gespannt, was als nächstes kommt.

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Die CNs für diese Geschichte:

BDSM-Club, Erwähnung von Cola, Darbietung auf einer Bühne vor Publikum, Erwähnung von Fire Play und Hunde-Outfit und Fesseln und Andreaskreuz und Vibrator, otk Spanking mit Paddel auf Hose, Omorashi, Urin einhalten und einnässen beim/durch Spanking, Aftercare, weinen

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