CNs: Was mit Gott und Christentum, Homofeindlichkeit, BlowJob, Erwähnung von Wunden
Bitte denkt daran: ihr seid wundervoll, genauso wie ihr seid! <3
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Wochenlang war Mattheo Lukas aus dem Weg gegangen. Das war nicht sonderlich schwer gewesen, da sie beide kein Band der näheren Freundschaft verband. Die Wunden auf ihren Rücken waren verheilt und bislang fühlte sich Mattheo befreit und gesegnet vom heiligen Fater.
Beschwingt lief er durch die Flure auf dem Weg in den Speisesaal. Als er mit den anderen in genüsslichem Schweigen sein Brot in die Suppe tauchte, fiel sein Blick auf Lukas am anderen Ende des Saals. Er erschrak! Lukas war kaum ein Hauch seiner selbst. Bleich wie ein frisches Laken, dürr wir eine vertrocknete Zeder. Mattheos Hand bewegte sich nur noch wie von selbst, seine Augen hingen auf der anderen Saalseite.
Als Lukas aufstand und den Saal verließ, beendete auch Mattheo schnell sein Mahl. Schmecken tat er eh nichts mehr. Er holte ihn erst kurz vor seiner Kammer ein. Lukas schreckte herum, als er Mattheos Schritte hinter sich vernahm. Bedrohlich ging er auf ihn zu: „Was tust du hier? Hast du mir nicht schon genug Leid angetan?“ Mattheo verstand nicht. Hatte er ihn zu stark gezüchtigt? Waren seine Wunden nicht verheilt? Oder war Lukas besessen und sah wirr? Er stammelte: „Lukas, ich verstehe nicht, wie, was..“
Lukas unterbrach ihn, überbrückte die letzte Entfernung zwischen ihnen, dass Mattheo mit dem Rücken an die Wand zurückwich und er Brust an Brust mit ihm stand. Seine Antwort war beinah nur ein Flüstern: „Als ob du es nicht wüsstest. Du hattest mich doch gesehen. Und mir dann trotzdem das angetan. Stolzierst durch die Gänge, als wäre nie etwas gewesen, als seist du geheilt, aber es gibt keine Heilung!“
In Rage drückte Lukas seine Lippen auf Mattheos. Dieser keuchte erschrocken auf und wollte Lukas zurückstoßen. Doch dieser hielt sich an Mattheo fest und zog ihn mit sich zurück, in Richtung seiner Stube. Trotz seiner offenkundigen Schwäche, konnte sich Mattheo Lukas nicht entziehen. Sein Körper fühlte sich plötzlich wie ferngesteuert, als hätte sein Geist seinen Körper verlassen. So betrachtete er beinah ungerührt, wie Lukas seinen Körper in der Kammer auf seine Strohmatratze schubste und ihm folgte. Wie er seine Kutte öffnete und mit den Händen über seinen weichen Körper strich. Er bekam kaum mit, wie Lukas sich tiefer schob und seine Beinkleider herunterzog.
Doch als Lukas seinen Kopf herunterbeuge und die Lippen um seinen stark ersteiften Ständer schloss, durchzuckte es ihn wie ein Blitz und er war wieder ganz in seinem Körper. Hörte mit seinen Ohren sein lautes Keuchen. Fühlte mit seinen Fingern, wie er Lukas Kopf fester gegen sich drückte, ihn dirigierte.
Bis er begann, die Engel singen zu hören. Er konnte es kaum glauben, doch seine lauten Schreie mischten sich mit weißen Blitzen vor seinen Augen und er glaubte, den Heiligen Fater selbst zu sehen, der ihm wohlwollend zunickte.
Es dauerte einen Moment, bis er sich wieder seiner Umgebung bewusst wurde: der kleinen Kammer, dem strohigen Bett, und ihm, Lukas. Lukas, der nun etwas unsicher zu ihm heraufsah. Dessen helle Augen etwas tränennass blinzelten.
„Du hast mich erleuchtet. Du bist nicht von Dämonen besessen. Sag, bist du selbst ein Engel?“ Lukas erstarrte, bange, ob Mattheo da grade Gotteslästerung kundtat. „Ich.. ich glaube nicht, dass ich ein Engel bin. Aber vielleicht wollte der heilige Fater dir zeigen, dass du den richtigen Weg gefunden hast?“
Mattheo dachte einen Moment über diesen Gedanken nach. Er fühlte sich zumindest vollkommen erfüllt. Als hätte das Strahlen, was ihn eben erbeben ließ, einen Nachhall in seinem Körper zurückgelassen. Da blitzte in ihm das Bild auf, was ihn schon so lange beschäftigte. Doch statt das Gefühl der Sünde hervorzurufen, fühlte auch dies sich nun warm und richtig an. Vielleicht hatte der Heilige Fater ihm wirklich endlich den richtigen Weg gezeigt.
Mit dem Gedanken zog er Lukas zu sich hoch, bevor er sich selbst an ihm hernieder ließ und hoffte, auch Lukas würde bald seinen Frieden finden.