Geschichten

8. Ausgesucht

CNs: Analsex, BlowJob, etwas Reduzierung auf nichtbinäre Person, Genitalerwähnung.

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Später konnte weder er, noch xier sagen, wie sie eigentlich zusammengefunden hatten. Klar, der grobe Aufbau des queeren Spieleabends war offensichtlich und vermutlich war der Rest dann kaum mehr als Zufall, dass er sich für xiene Nichtbinärität interessierte (auch wenn er darauf nicht stolz war), während xier vor allem auf sein cis schwules Wissen zu Analsex neugierig war.

Er hatte immer schon auf die eher masc Gays gestanden, wie er selbst sein ganzes Leben lang schon war. Out, eher älter, selbstsicher. Nicht so pinky und tuntig. Doch auch wenn xier in allem nicht Hü und nicht hott war, so war xier doch auch alles andere als irgendwie weiblich. Er merkte, wie er sich angezogen fühlte.

Was vielleicht auch daher rührte, dass xier das Gespräch recht schnell in eine deutliche Richtung gelenkt hatte und er bei Sex immer schnell interessiert war.

Das Spiel zwischen ihnen wurde zur Nebensächlichkeit, doch hätten es beide kaum ernster nehmen können, wenn es nicht um „wer fickt heute noch wen“ gegangen wäre. Obwohl vermutlich weder xier noch er hätten sagen können, was dabei eigentlich der bessere Gewinn gewesen sei.

So landeten sie nach einem langen, lauten, lachenden Abend in seiner näheren Wohnung.

Und dann: nichts. Die aufgeheizte Stimmung verschwand in der Ruhe der eigenen vier Wände und er wurde ungewöhnlich unsicher, wie er mit der anderen Person, Kyle, umgehen sollte. Er wollte keinen Fehler machen. Und wollte Kyle sehr gerne nackt sehen.

Doch auch Kyle überkam die Ruhe in Lukes Wohnung. Xier war zwar unfassbar erwartungsvoll, das Verlangen war kaum auszuhalten, doch die Sorge, „es nicht zu können“, hielt Kyle von einem nächsten Schritt ab. Luke bot darauf ein Glas Wasser an und so saßen sie kurze Zeit später gemeinsam auf dem Sofa.

„Wie läuft das sonst bei dir?“, fragte Kyle. Luke musste nicht lange überlegen. Meist war der andere Mann völlig rattig auf seinen Körper und zog ihn einfach aus. Dann landete entweder er auf den Knien oder sein Schwanz im Mund des One Night Stands. Er entschied gar nicht viel, sondern gab die Kontrolle ab.

Kyle nickte nachdenklich, teilte aber xiene Gedanken nicht mit Luke. Stattdessen zog xier sich das Hemd aus und lies die Hose bald folgen, sodass xier nur noch mit Boxershorts vor ihm stand. „Ich möchte deinen Schwanz in meinem Hintern spüren. Ich hab das noch nie gemacht. Du schon, deshalb hatte ich dich ausgesucht. Ich werde mich jetzt also eine zeitlang um dich kümmern, bis du ne Idee hast, wie das klappen kann. Nur bitte nicht einfach kommen, sondern vorher kurz Bescheid geben.“

Luke war etwas überfordert mit dieser Anweisung, doch es gefiel ihm, wie Kyle sich zwischen seine Beine auf die Couch legte und sein Schwanz zwischen xieren Lippen verschwand, nachdem xier seine Hose gegen ein Kondom ausgetauscht hatte.

Kyle ließ sich und Luke Zeit. Das war kein „mal eben hochblasen“, sondern mehr ein umsichtiges kennenlernen. So sehr Luke xiene Mühe genoss, so wusste er auch, dass er nach einem Orgasmus mehr Zeit brauchte, um wieder in Stimmung zu kommen, als ihm grade recht war. So entzog er sich xiem schneller, als Kyle es vermutet hatte und dirigierte xien in sein Schlafzimmer.

Dort hatte er alles, was sie brauchen würden. „Magst du DoggyStil?“, fragte Luke und Kyle machte es sich als Antwort mit einem Kissen unter xienen Hüften gemütlich. Neugierig betrachtete xier, was Luke aus dem Nachttisch hervorholte und genoss, dass er einfach machte, ohne viel zu reden. Luke hatte zunächst alles zurechtgelegt und zog sich nun ein paar Handschuhe an. Er selbst mochte das Gefühl von Fetten lieber als von flüssigen Gleitmitteln, sodass er seine Finger großzügig mit Melkfett einschmierte.

Er begann sehr vorsichtig einen Finger in xiem einzuführen, merkte jedoch schnell, dass das gar nicht sonderlich nötig war. Luke lachte: „Dass ist aber nicht das erste Mal, dass Überhaupt etwas in deinem hübschen Hintern steckt!“ Kyle war viel zu konzentriert auf xiene Empfindungen, um darauf geistreich zu antworten und begnügte sich somit mit einem deutlichen Augenverdrehen.

Was Luke mit dem Einführen eines weiteren Fingers quittierte und breit über Kyles Aufbäumen grinste. Er fing an, xiem immer mehr mit seinen Fingern zu ficken und zu massieren und war überrascht, dass Kyle anscheinend ebenfalls auf eine Prostatamassage reagierte. Das wollte er später mal googlen, ob das anatomisch überhaupt möglich sei.

Luke war sich zwar nicht sicher, doch Kyle wirkte langsam so, als näherte xier sich einer Überreizung, sodass er seine Finger einfach rausgleiten ließ und Kyle stattdessen zu ihm heranzog. Das Grummeln beendete er mit seinem Schwanz zwischen xienen Lippen, den er, inzwischen selbst ziemlich erregt, nicht mehr gut einfach nur hinhalten konnte.

Zum Glück schien es für Kyle ok zu sein, dass er xienen Kopf ne zeitlang einfach festhielt und benutzte. Langsam wich der Blick aus einer anderen Welt aus xienen Augen und xier fing an, ihm wieder aktiver zu blasen. „Gosh, machst du das gut!“, stöhnte Luke auf und traute sich danach kaum noch eine Bewegung zu, als Kyle ihn plötzlich komplett in sich aufnahm:

„Als ob du das zum ersten Mal alles machst!“

Nun war es an Kyle zu grinsen, wenn auch etwas schüchterner, denn xier hatte wirklich kaum Erfahrungen, sondern machte einfach, was sich gut anfühlte. Nun wollte xier aber mehr. Kyle hielt es nicht länger aus. So entzog xier sich Luke und wackelte leicht kichernd mit dem Hintern vor ihm.

Es brauchte nicht mehr Worte um klar zu machen, was passieren sollte, also schmierte Luke großzügig seinen Schwanz, bzw das Kondom darüber mit dem Melkfett ein und zog sich dann einen Handschuh aus, um nicht komplett alles um sie beide herum einzufetten.

Luke war tatsächlich aufgeregter, als er es sonst bei One Night Stands war, als er seinen Schwanz an Kyles Rosette ansetzte. So ein erstes Mal wollte er schließlich nicht versauen.

Xier jedoch hatte genug vom langen warten und schon ihm einfach den Hintern entgegen, sodass er schon ein Stück in xien eingedrungen war, bevor er sich selbst bewegte. Kyles aufstöhnen bestätigte ihn, sodass er sich langsam immer tiefer in xien schob und den Anblick des Hautringes genoß, der sich feste um seinen Schwanz legte.

Als seine Hüfte gegen Kyles festen Hintern stieß, zitterte xier schon so stark, dass Luke nicht wusste, wie lange xier es noch aushalten konnte. Langsam begann er seine Hüfte vor und zurückzuschieben, bis Kyle nach wenigen Bewegungen laut „Oh shit, jaa!“ rufend kam.

Luke verweilte währenddessen still und wollte Kyles Orgasmus nicht stören. Als xier ruhiger wurde und sich die Kontraktionen um seinen Schwanz abschwächten, fragte er, ob er sich lieber zurückziehen oder weiter bewegen sollte.

Kyle grinste schräg über xiene Schulter zu ihm und fing selbst an, xiene Hüfte vor und zurück zu bewegen. Luke, selbst schon stark gereizt, griff Kyle links und rechts an den Hüftknochen und fing an, schneller als zuvor in xiem zu stoßen. Kyles Keuchen konnte kaum mehr als Stöhnen betitelt werden und Luke fragte sich, was seine Nachbarn grad von ihm dachten. Es dauerte nicht lange, bis Kyle sich wieder krümmte und zuckte und dieses Mal hielt auch Luke sich nicht zurück.

Während sich ihr schneller Atem etwas beruhigte, trennten sie sich sanft voneinander und lagen dann, Kyle auf dem Bauch, Luke auf dem Rücken, einfach nur keuchend nebeneinander auf der Bettdecke.

„Das war gut“, stellte xier nach einer Zeit fest. Luke gab ein zustimmendes „mhm“ von sich.

Während er grade darüber nachdachte, ob er sich an xien ankuscheln sollte, drehte Kyle sich aus dem Bett und lief sich xiene Kleidung holen und anzuziehen. „Tja dann, man sieht sich. Vielleicht.“

Luke schaute in Kyles Grinsen und wusste nicht, ob er sich trauen sollte, nach xiener Nummer zu fragen. Doch da hob xier auch schon die Hand, drehte sich um und verließ die Wohnung.

7. Bezahlen

CNs: Taktile Qual, Schmerz

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„Uriel!“, Luzifer senkte grüßend den Kopf. Nicht einen Deut weiter als nötig, damit es zwar noch als höflich anerkannt werden würde, Uriel aber keinesfalls auf den Gedanken bringen konnte, dass Luzifer xien als höhergestellt sehen würde. Uriels weite Flügel nahmen den letzten Windhauch in sich auf, als der wunderschöne Engel zur Landung ansetzte.

Luzifer war einen Moment geblendet. Natürlich flog Uriel genau so, dass xier die Morgensonne im Rücken hatte. Doch Luzifer würde xiem die Genugtuung nicht geben, den Blick zu senken oder abzuwenden.

„Luzifer.“ Der Engel besah sich den Teufel genau. Xiem gefiel ves Lederoutfit, das sich aus einem Schnurrkonzept um ves Körper schlang und in schwarzen Handschuhen, einem schwarzen knappen Skirt und einem ebenfalls ledernden Halstuch endete.

Die Hitze des Teufels strahlte bis zu Uriel herüber, ebenso wie sein Engelsglanz beinah bis zu Luzifer reichte. Xier musste sich kontrollieren, nicht einen Schritt zurück von der Gefahrenquelle zu weichen. Nach außen hin blieb xier lässig stehen.

„Du bist einen Deal mit dem Teufel eingegangen, Engel“, Luzifer sprach gefährlich zufrieden: „nun ist es an dir, mich dafür zu bezahlen.“

Luzifer griff in die Luft und eine Ledergerte erschien in seiner Hand. „Sag mir, wo bist du am empfindlichsten, Uriel?“ Die Macht, die des Teufels Befehl innehatte, kämpfte mit der Freiheit des Wesens der Engel. Am Ende gewann das Innere des Engels, allerdings zugunsten Luzifers: den Zwang nur die Wahrheit sprechen zu können, hatte Uriel auch nach all den Jahren nicht überwinden können.

Xier schaute dem Teufel feste in die Augen, als xier antwortete: „Die höchste Sensibilität fließt in meinen Flügeln zusammen. Sonst könnte ich nicht jede Verwirrung der Luft spüren und würde abstürzen.“

„Gut!“, antwortete Luzifer zufrieden und hob die Gerte, bis deren Ende wie ein Hauch über xiere Flügel strich. Ve fuhr die Linien, die einzelnen Falten quälend langsam nach, dass Uriel erzitterte. Je länger die Prozedur dauerte, desto schwieriger konnte xier sich auf den Beinen halten. Geschweige denn vorgeben, dass Luzifers Behandlung keinerlei Wirkung auf ihn ausübte. Inzwischen leuchteten xiere Augen so hell, dass selbst Luzifers Flammenkranz um ves Schultern dagegen dunkel aussah.

„Das ist genug!“ Uriels Stimme peitschte zeitgleich mit einem Lichtfaden, der sich um Luzifers Hörner legte durch die Luft. Der Teufel zuckte zusammen. „Wie kannst du es wagen, Uriel!“, Luzifer spuckte beinah vor Uriel aus, sein Ton messerscharf und anklagend.

Der Lichtfaden hatte sich die Hörner hochgeschlungen, das Ende lag dabei wie eine Leine in Uriels Händen. Xier zuckte amüsiert leicht mit den Fingern, dass sich Vibrationen zum Kopf des Teufels bewegten. Dieser konnte kaum anders, als zu erstarren und auszuhalten, was Uriel ve da antat.

Anders als die quälend langsamen Berührungen, die Luzifer noch einen Augenblick zuvor Uriel zukommen gelassen hatte, schicke xier nun Wellen an schmerzhaftem Licht durch ves Körper. In Luzifers tiefschwarzen Augen war all das zu sehen, was ve dem Engel gerne zufügen würde, wenn dies vorbei wäre. Doch mit jeder Unze Licht, die in den Teufel strömte, verblasste der Engel mehr und mehr.

Dann war nur noch das glockenklare Lachen zu hören, als Uriel vollständig verschwand und sich der Lichtfaden zum Teufel hin auflöste, bis der letzte Funken von ves Hörnern fiel und Luzifer auf der Lippe einem zarten Hauch gleich, erlosch.

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Wissenswertes zum Schluss. Vlt ist irgendwem aufgefallen, dass in einigen Geschichten meine Namen nicht zufällig gewählt wurden. Auch bei dieser habe ich mich sehr bewusst für Uriel und Luzifer entschieden. Ich fand es schlicht lustig, dass ersteres „das Licht Gottes“ bedeutet, während zweiteres als „Lichtträger“ vlt etwas bekannter ist. Wie könnte ich die beiden nicht shippen?

Menschen

CNs: Sadismus (ungenau formuliert), Tränen, Sex (ungenau formuliert), Einsamkeit

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Den Tränen nahe tritt sie durch die Tür. Endlich zu Hause. Endlich den Tag geschafft. Die Wut auf die Menschheit hat sich zu einer großen Enttäuschung verformt. Kraftlos tritt sie die Schuhe von ihren Füßen.

„Kannst du da sein?“, würde sie gerne schreiben.

In der Küche setzt sie eine Tasse „Innere Ruhe“ auf und hofft, dass diese wenigstens ein bisschen hilft. Auch wenn es nur die Wirkung der Wärme des Tees sein sollte.

„Darf ich mich an dir festhalten? Mit meinen Fingern deine Haut spüren? Ich möchte Tränen auf deinem Gesicht sehen!“ Wie gut würde es ihr jetzt tun, diese Sätze zu senden.

Den Tee halb getrunken, fällt sie erschöpft ins Bett. Der Puls rast zu laut in ihren Ohren. Der Herzschlag drückt ihren Körper mit jeder Bewegung unangenehm von der Matratze hoch.

„Bitte, kommst du vorbei? Kannst du meinen Kopf ausschalten und meinen Körper einnehmen? Kannst du dich in mir versinken?“ Wie heilsam es wäre, dem Tag diesen Abschluss geben zu können.

Lautlos bahnen sich die Tränen den Weg über ihre nassen Wangen in das Laken.

Allein liegt sie da. Alleine mit ihrem Schmerz. Alleine mit der umfassenden Enttäuschung. Alleine mit der Wut, die sich durch ihren Körper brennt.

Alleine, ohne ein rettendes Ventil.